Relikt aus der Blütezeit der Urner Steinbrüche

Relikt aus der Blütezeit der Urner Steinbrüche

In Wassen war das Verarbeiten von Stein schon seit alters her bekannt. Bereits für die Befestigungsanlage oberhalb des Dorfes förderten die Wassner eine grosse Anzahl Granitsteine. 1879 schnellte die Nachfrage durch den Bau der Gotthardbahn steil in die Höhe. Im oberen Urner Reusstal, wo der Granit von hervorragender Qualität ist, begann damit die Blütezeit der Steinbrüche. Ein einzigartiger Zeuge aus dieser Zeit ist der einstige Steinbruch Antonini in Wassen.

Wassner Granit auf den Philippinen

Wassner Granit auf den Philippinen

Gleichzeitig mit den Steinbrüchen erlebte auch das Transportgewerbe im Urner Oberland einen Aufschwung. Von Wassen aus wurden viele Produkte der Steinbrüche sogar bis weit über die Landesgrenzen hinaus exportiert – zum Beispiel bis nach Manila. Dort steht auf einem Sockel aus Wassner Granit das Denkmal des philippinischen Nationalhelden José Rizal. Natürlich fand das Urner Gestein auch im Inland Verwendung, so zum Beispiel in Basel bei der Mittleren Rheinbrücke, in Luzern beim Gotthard-Bahngebäude am Schweizerhofquai oder in Bern beim Bundeshaus.