Geschichte

Dorfbild von Wassen, gemalt um 1830
Dorfbild von Wassen, gemalt um 1830
Wassen um 1880 mit einliniger Eisenbahnführung
Wassen um 1880 mit einliniger Eisenbahnführung
Dorfplatz mit dem Brunnen und dem Sankt Gallus als Dorf- und Kirchenpatron
Dorfplatz mit dem Brunnen und dem Sankt Gallus als Dorf- und

Wassen

Das schmucke Dorf mit dem weltberühmten Kirchlein

Wer kennt es nicht - das auf einer leichten Anhöhe gelegene Kirchlein von Wassen? Nach der Eröffnung der Gotthardbahn im Jahr 1882 wurde es zu einem Wahrzeichen auf der Fahrt in den Süden und zu einem Fixpunkt in der verwirrenden Linienführung der Kehrtunnels. Der im Zug Reisende sieht es dreimal von einer anderen Seite. Das barocke Kirchlein zählt sicher zu den bekanntesten Gotteshäusern der Schweiz. Doch die wenigsten haben es schon von Innen gesehen. Dabei ist ein Besuch der prunkvoll ausgestatteten Barockkirche und des schmucken Dorfs Wassen durchaus lohnenswert.


Bewegte Geschichte

Wassen ist nicht erst durch die Bahnlinie bekannt geworden. Schon bald nach der Eröffnung des Saumwegs über den Gotthard im 13. Jahrhundert entwickelte sich das kleine Bergdorf zu einem wichtigen Etappenort. Hier stand schon früh eine Sust, in der sämtliche Waren abgeladen und gewogen werden mussten. Seit dem 17. Jahrhundert zog hier das Land Uri auch den Zoll für die Waren über den Gotthard und den Sustenpass ein. In Wassen spürt man bis heute den Hauch der Vergangenheit. Schmucke Stein- und Holzhäuser und der von einem prächtigen Brunnen dominierte Dorfplatz bilden eine einzigartige Kulisse. So hat Wassen schon ausgesehen, als noch die fünfspännige Postkutsche durch das Dorf fuhr und einen kurzen Halt einschaltete, damit die erhitzten Pferde ausgewechselt werden konnten.

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Panorama von Wassen
Wassen von Urschlaui her gesehen

Wassen heute

Wassen liegt 930 Meter über Meer im oberen Urner Reusstal. Es zählt heute rund 470 Einwohner, die vornehmlich im Bau- und Transportgewerbe sowie im Fremdenverkehr tätig sind. Während sich bis vor gut zwanzig Jahren der gesamte Autoverkehr über den Gotthard durch die enge Strasse von Wassen wälzte, ist mit der Eröffnung der Autobahn mehr Ruhe ins Dorf eingekehrt. Ausgestorben präsentiert sich Wassen deswegen noch lange nicht.
Zahlreiche Vereine sorgen für ein munteres Dorfleben, und die sechs Gastbetriebe laden Einheimische und Fremde zur gastlichen Einkehr ein. Zur Gemeinde Wassen gehört auch das wildromantische Meiental. Es zweigt westlich von Wassen Richtung Sustenpass ab. Für den Naturfreund öffnet sich hier ein traumhaft schönes Wandergebiet inmitten einer imposanten Bergwelt. Überzeugen Sie sich selbst von unserem schmucken Dorf und unserer einzigartigen Landschaft.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 
 

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Pfaffensprung mit Stauseebecken
Pfaffensprung mit Stauseebecken
Faszinierende Felsformationen in der Pfaffensprungschlucht
Faszinierende Felsformationen in der Pfaffensprungschlucht

Der Pfaffensprung

Woher der Name "Pfaffensprung" kommt

Die Urner Landschaft wurde im Verlaufe der Jahrmillionen wesentlich vom Wasser geformt. Zunächst vom Urmeer, das einst auch über unserem Alpengebiet lag. Später von den mächtigen eiszeitlichen Gletschern, welche die Täler aushobelten. Vollendet wurde das Werk von der Reuss und ihren zahlreichen Nebenflüssen. Sie schütteten den Talboden auf, wuschen Gesteine aus und gruben tiefe Schluchten in das Gebirge.
Beim Pfaffensprung ist besonders gut zu sehen, wie kreativ das Wasser die Landschaft gestalten kann. In Abertausenden von Jahren hat sich hier die Reuss durch den harten Felsen einen Weg geformt.

Entstanden ist so eine kleine Schlucht, die schon früh die Phantasie der Einheimischen belebte. Die Sage will, dass sich hier im Hügel in einem unterirdischen Gang ein wertvoller Schatz verberge. Als es darum ging, wo man die Wassner Kirche bauen solle, grub ein Mann auf dem Hügel beim Pfaffensprung, um zu sehen, ob genügend Fundament vorhanden wäre. Dabei stiess er auf Kohlen. Aus Spass nahm er davon einige Brocken mit nach Hause, wo sich die Kohlenstücke als Gold entpuppten. Doch wie schade: Erneutes Suchen blieb erfolglos.

Auch für den Namen Pfaffensprung wusste der Volksmund eine plausible Erklärung. Zwei Geistliche sollen hier auf der Flucht über die Reuss gesprungen sein. Während dem einen der mutige Sprung gelang, sei der andere in die tiefe Schlucht gestürzt. Eine andere Geschichte erzählt, dass ein Priester einst ein Mädchen entführt habe. Von seinen Feinden hartnäckig gejagt, sei er beim Pfaffensprung mit einem Riesensprung seinen Verfolgern entkommen. Wie auch immer - heute führt ein sicheres Brücklein über die Schlucht. Es ermöglicht Ihnen einen eindrucksvollen Blick in die Tiefen des Felsen.

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Dampflokomotive in Wassen anlässlich des 125jährigen Jubiläums 2007
Dampflokomotive in Wassen anlässlich des 125jährigen Jubiläums 2007
Neu elektrifizierte Eisenbahn ab 1921
Neu elektrifizierte Eisenbahn ab 1921
Bogenhaus am Nordeingang des Dorfes
Bogenhaus am Nordeingang des Dorfes

Die Gotthardbahn

Die Eröffnung der Gotthardbahnlinie 1882 brachte neue Möglichkeiten für Reisende und Warenhandel. Das heute vertraute Bild macht den ungeheuren Eingriff vergessen, mit dem der Eisenbahnbau das Landschaftsbild veränderte. Nirgends kann die Pionierhaftigkeit dieser Gebirgsbahn, die weitsichtige technische Leistung der Erbauer und die Einbettung der Bahnlinie in die gewaltige Berglandschaft so anschaulich „erfahren“ werden wie im Reusstal um Wassen.

Der grosse Erfolg der neuen Alpenbahn ermöglichte bereits 1887-1893 den Bau des vorerst aus Kostengründen zurückgestellten zweiten Geleises.

Der zunehmende Verkehr auf der Strasse nach der Mitte des 20. Jahrhunderts sollte zunächst mit dem Ausbau des bestehenden Netzes bewältigt werden.

In Wassen musste das rund 300jährige „Bogenhaus“, das gleichsam das Tor am nördlichen Dorfausgang bildete, der starken Zunahme des motorisierten Verkehrs schliesslich im November 1965 weichen.


Mit dem Bau der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) ist die „Neue Gotthardbahn“ im Entstehen begriffen. Wassen betrifft sie nur mehr indirekt, indem die historische Gotthard-Bahnstrecke nachhaltig entlastet werden wird.

Interessante Infos zur Gotthardbahn:
www.gotthardbahn.ch
www.gotthardmodell.ch

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Von Richard Kissling erstelltes Denkmal vor dem Abtransport nach Manila
Von Richard Kissling erstelltes Denkmal vor dem Abtransport nach Manila
Schulhaus und Wohnhaus "Antoninihaus"
Schulhaus und Wohnhaus "Antoninihaus"

Die Granitindustrie

Mit dem Bau der Gotthardbahn kam Wassen zu einem Bahnhof. Der Bahntransport machte den Abbau von Granit in der Umgebung des Dorfes für längere Zeit zu einem rentablen Gewerbe.
Urner Firmen erstellten die Hafenanlagen von Malta mit Granit von Wassen, ebenso der Sockel und Obelisk des Denkmals für den philippinischen Freiheitshelden José Rizal in Manila. Zeitweise gaben die Steinbrüche rund um Wassen bis zu 300 Menschen Arbeit und Verdienst.

Der harte Stein aus Wassen wurde beim Bau der Mittleren Brücke in Basel ebenso verwendet wie für einige Treppen im Bundeshaus in Bern. Als Granitbauten in Wassen sind das Schulhaus, das Wohnhaus „Antoninihaus“ sowie das Schanzhaus, welches in der Blütezeit der Granitindustrie den Italienern als Unterkunft diente, bekannt.


Vorübergehend verschaffte der Bahntransport dem Steinbruchgewerbe eine gute Konjunktur. Die kleine Ausbeute der einzelnen Steinbrüche zwang aber zu mehrmaligen Umzügen. Damit wurde auch die Anlieferung zu den Bahnhöfen immer schwieriger. Zu hohe Kosten erzwangen schliesslich das Ende dieser Industrie.

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Weiler Husen um 1900
Weiler Husen um 1900
Alpabzug bei der Kapelle Meien um 1920
Alpabzug bei der Kapelle Meien um 1920
Sustenpassstrasse bei Färnigen um 1946
Sustenpassstrasse bei Färnigen um 1946
Blick über das Tal von Färnigen
Blick über das Tal von Färnigen
Skiläufer auf dem Weg nach oben
Skiläufer auf dem Weg nach oben
Chli Sustenhorn
Chli Sustenhorn

Das Meiental

Im Jahre 1246 erscheint zum ersten Male urkundlich der Name des Tales, 1318 tritt der Ortsname „Oegsten“ auf, der den heute noch vorhandenen Weiler „Eisten“ betrifft, welcher auf einer klimatisch begünstigten Talterrasse liegt. Diese gute Lage spricht dafür, dass es sich um eine der ältesten Siedlungen des Tales handelt.

Um 1860 zählt das Meiental den höchsten Bestand von 445 Einwohner. Zwischen 1880 und 1888 zeigten die Einwohnerzahlen dann einen rapiden Bevölkerungsrückgang. Die Gründe mögen in den wachsenden Lebensansprüchen gelegen haben. Lähmend wirkte sich auch das Fehlen eines guten Fahrweges. Während die ersten Auswanderer vorwiegend nach Ungarn und Frankreich gingen, wanderten ab 1880 immer mehr nach Kalifornien aus, wo sie auf grossen Farmen Beschäftigung fanden. Bedeutsam für die Auswanderung war jedenfalls der 1877/82 erfolgte Bau der Gotthardbahn, da mit deren Vollendung eine Haupeinnahme des Tales bildende Heulieferung für die Pferde nach Wassen verloren ging.

Mit der Eröffnung der Sustenstrasse im Jahre 1946 wurde das Meiental definitiv in den Kanton Uri eingebettet. Die im Mittel auf 1'350 Meter liegende Talschaft mit Ausdehnung von Osten nach Westen ist heute von der Autobahnausfahrt Wassen aus in weniger als 10 Minuten erreichbar. Ein eigentliches, fest begrenztes Dorf gibt es nicht. Die ganzjährig bewohnten Weiler sind Husen, Dörfli, Eisten, Kapelle, Aderbogen, Fürlaui und Färnigen.

Die Landwirtschaft bildet bis heute den Haupterwerbszweig für die Bewohner des Tales. Während der Sommerzeit öffnen zudem einige Gasthäuser ihre Türen. Leider ist es nicht zuletzt infolge des starken Bevölkerungsrückganges auf rund 60 Einwohner nicht gelungen, einen ganzjährig geöffneter Gastronomiebetrieb zu erhalten. Die Schliessung der Postablage im Jahre 2002 sowie des eigenen Schulbetriebes im Jahre 2000 haben dabei die Entwicklung des Tales nicht positiv beeinflusst.



Landschaft


Die landschaftlichen Schönheiten sind hier in Fülle vorhanden, sie fallen weniger ins Auge, sind intimer und müssen beschaulicher genossen werden. Unvergesslich in ihrer Eleganz und Feinheit wirkt vor allem die Fünffingerstock- & Grassengruppe. Die Gipfel dieses Gebietes gehören zu den schönsten in weitem Umkreis, und einige davon suchen an Kühnheit und Gestalt ihresgleichen.

Besuchen Sie unsere Naturschönheiten



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Sperrwerk bei der Schanz oberhalb von Wassen, gemalt um 1778
Sperrwerk bei der Schanz oberhalb von Wassen, gemalt um 1778
ein Haus muss der neuen Sustenstrasse weichen
ein Haus muss der neuen Sustenstrasse weichen
Barackenlager in der Hinterfeldalp
Barackenlager in der Hinterfeldalp
Bau der Kleinalpbrücke 1942
Bau der Kleinalpbrücke 1942
Bau von Sickerleitungen hinter Färnigen
Bau von Sickerleitungen hinter Färnigen
Einweihungsfeier der neuen Sustenpassstrasse am 7.9.1946
Einweihungsfeier der neuen Sustenpassstrasse am 7.9.1946
Bundesrat Philipp Etter auf dem Sustenpass
Bundesrat Philipp Etter auf dem Sustenpass
Ansprachen zur Eröffnung des Sustenpasses
Ansprachen zur Eröffnung des Sustenpasses

Die Sustenpassstrasse

Der Sustenpass, als Verbindung des Reusstales mit dem Aaretal, kann wie die meisten Alpenübergänge in der Schweiz auf eine Vergangenheit zurückblicken, die sowohl in Zeiten friedlichen Handelns und Verkehrs als auch in Zeiten kriegerischer Wirren von Bedeutung war.

Als Zeuge für die strategische Wichtigkeit des Sustenpasses in der Kriegsgeschichten der Eidgenossenschaft finden wir am Ausgang des Meientales oberhalb des Dorfes Wassen die Meierschanze, die im Jahre 1618 gebaut und während des zweiten Villmergerkrieges nach einem Plane des Festungsbaumeisters Pietro Morettini im Jahre 1710 zu einem für damalige Zeiten hervorragenden Sperrwerk ausgebaut wurde. Eine wichtige Rolle fiel dem Sustenpass und insbesondere der Meienschanze während des zweiten Koalitionskrieges von 1799 bis 1802 zu, als die Schweiz Kriegsschauplatz fremder Heere wurde. Im August des Jahres 1799 rückte eine französische Brigade unter General Loison nach Ueberwindung  ausserordentlicher Schwierigkeiten und behindert durch schlechtes Wetter über den Sustenpass gegen das Reusstal vor mit der Aufgabe, die Vereinigung der Oesterreicher mit den Russen zu vereiteln, die unter dem Feldherrn Suworow über den Gotthard im Anmarsch waren. Tapfer verteidigt durch eine zahlenmässig unterlegene oesterreichische Besatzung, fiel die Festung schliesslich am 15. August 1799 unter dem Ansturm der kriegsgewohnten französischen Truppen. Darauf hin zerstörten die Franzosen die Festung fast vollständig.

Man schrieb das Jahr 1810, als die Kantone Uri und Bern übereinkamen, die Strasse über den Sustenpass auszubauen und befahrbar zu machen. Besonders für den Kanton Uri bedeutete das Unternehmen eine grosse finanzielle Last, da zu gleicher Zeit noch nicht einmal Mittel für den Wiederaufbau der beim Brand von Altdorf zerstörten Staatsgebäude vorhanden waren.

Die Arbeiten wurden im Juli 1811 aufgenommen. Kurz vor Vollendung des Werkes im Jahre 1818 hatte der Sturz Napoleons die Verhältnisse grundlegend verändert. Mit der Wiederangliederung des Wallis an die Schweiz verlor der Sustenpass seine Bedeutung als Handelsweg zum Gotthard. Die Arbeiten wurden nur kurz vor der Vollendung des Werkes 2 km im oberhalb von Wassen gelegenen Feden eingestellt.  Erst rund hundert Jahre später im Jahre 1913 wurde dieses fehlende Teilstück fertig gebaut.

Mit der Entwicklung des Fremdenverkehrs wurde das Begehren nach einer neuen, besseren Verbindung über den Susten bereits vor Vollendung der alten Sustenstrasse wachgerufen. Nach langem Hin und Her brachte das Jahr 1935 schliesslich an den Volksabstimmungen in Uri und Bern den endgültigen Durchbruch zum Bau der neuen Sustenstrasse, nicht zuletzt durch grosszügige Subventionszusagen des Bundes.

Im Herbst 1938 konnte mit den Bauarbeiten für die neue Sustenstrasse sowohl auf der Berner- wie auf der Urnerseite begonnen werden. Die Arbeiten wurden an leistungsfähige Unternehmungen vergeben. Schon wenige Monate nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges stellten sich Schwierigkeiten ein, sowohl bei der Einstellung der erforderlichen Zahl geeigneter Arbeiter wie bei der Beschaffung von Baumaterialien und Lebensmitteln für die Belegschaften. Diese kriegsbedingten Erschwernisse und während der Bauzeit getroffene Aenderungen am Projekt führten zu einer Verlängerung der im Bauprogramm mit fünf Jahren angesetzten Bauzeit. Daran konnte auch der Einsatz von italienischen, russischen und polnischen Internierten während der Bauphase nichts ändern.

Dank den vorsorglichen Massnahmen der Bauleitung und der grosszügigen Bauinstallationen mit dem Einsatz mehrerer Seilbahnen, konnten die Arbeiten ohne Unterbruch weitergeführt und in achtjähriger Bauzeit vollendet werden.

Die auf Grund des genehmigten Projektes auf Fr. 22,9 Mio. veranschlagten Baukosten erhöhten sich infolge der Teuerung und der Aenderungen am Projekte, insbesondere durch den nicht projektierten Bau des Scheiteltunnels kurz vor der Passhöhe, auf Fr. 34,3 Mio. Allein der Bau des 325 Meter langen Scheiteltunnels verschlang zwei Millionen Franken.

Am 7. September 1946 wurde die neue Sustenpassstrasse nach der Eröffnungsfeier in Anwesenheit von Bundesrat Philipp Etter und den Vertretern der Kantone Bern und Uri offiziell dem Verkehr übergeben.

Eine schlichte, heute stark verwitterte Steinplatte erinnert heute noch daran, dass der Bau in der Zeit geschaffen wurde, während der unser Land ernsthaft bedroht war.

1938 – 1946 IN ERNSTER ZEIT DEM FRIEDEN GEWEIHT
 

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Depoorter-Tunnel an der Sustenstrasse

Die Tour de Suisse wurde im Jahre 1948 vom 12. bis 19. Juni ausgetragen. Nach dem Ruhetag in Thun folgte am Mittwoch, 16. Juni, die Alpenetappe über den Sustenpass nach Altdorf. Das Renngeschehen wurde dabei überschattet vom Todessturz des Belgiers Richard Depoorter im Tunnel im Fedenwald oberhalb von Wassen. Die Urner Untersuchungsbehörden kamen voreilig zum Schluss, dass der Rennfahrer an seinen Sturzverletzungen gestorben sei. In einem späteren Gerichtsverfahren in Belgien bestätigte sich jedoch der Verdacht, dass der 33jährige Richard Depoorter nach seinem Sturz im dunklen Tunnel von einem Begleitfahrzeug überfahren worden war. (PDF Dokument)

Link zur Heimatgemeinde von Richard Depoorter Ichtegem (Belgien)

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